Timedial und tätowiert? Der März/April-„tassilo“ ist da!

Weil Eltern mit dem Konzept staatlicher und kirchlicher Kindergärten nicht zufrieden waren, haben sie kurzerhand ihr eigenes Ding gemacht. Mit großem Erfolg. Sowohl das Familienzentrum Arche Noah in Penzberg als auch die Montessori-Schule in Peißenberg haben sich aus einer Elterninitiative heraus gegründet und sich über die Jahre hinweg zu beliebten Anlaufstellen für Kindergartenkinder und Schüler allen Alters und aus allen Schichten etabliert. Zum jeweils 30-Jährigen haben wir beide Einrichtungen besucht.

Lui Knoll auf der Roten Couch 

Sowohl von Penzberg als auch Peißenberg rund 20 Autokilometer entfernt: Murnau. Dort befindet sich das Büro von Lui Knoll, 59, BR-Korrespondent fürs komplette Oberland. Wir haben den nebenberuflichen Coach und leidenschaftlichen Liedermacher auf die Rote Couch gebeten und interessanten Einblick in seine trimediale Tätigkeit bekommen. Außerdem spricht der studierte Sozialpädagoge und Vater von vier erwachsenen Kindern über seinen ersten Toten, den größten Versprecher und Radio Oberland – ein Sender, den er lange Zeit als sein fünftes Kind bezeichnet hat.

Mehrere tausend Tattoos 

Beruflich viel mit Leuten zu tun hat auch Ralf Wallner. In knapp 25 Jahren hat er rund 15 000 Tattoos gestochen. Wir haben den studierten Kommunikationsdesigner in seinem Studio in Murnau besucht und uns einen Überblick verschafft über das kunstvolle Stechen in nackte Haut. Als Kunsthandwerk dürfen auch die im Sonderteil „Bauen & Wohnen“ vorgestellten Werke von Simon Baron bezeichnet werden. Der hauptberufliche Techniker für Holzbau kreiert einzigartige Lampen aus Altholz. Um an geeignetes Rohmaterial zu kommen, nimmt der Iffeldorfer weite Wege auf sich – unvergessen war sein „Trip“ ins niederbayerische Allmannsdorf. So alt wie die Hölzer sind, die Simon Baron sich damals geschnappt hat, ist das Haus von Brigitte Mitschke aus Wessobrunn. Die 89-Jährige hat uns Einblick gewährt in ihr bescheidenes Leben im wohl ältesten bewohnten Haus des Tassilolandes. Dass sie insbesondere im Winter schon mal einen zweiten, dicken Pulli überstreifen muss, zeugt nicht wirklich von zeitgemäßer Energieeffizienz.

Energieunterricht in der Praxis 

Dieses in Zeiten des offensichtlichen Klimawandels so wichtige Thema versuchen Mitarbeiter der „Energiewende Oberland“ seit einigen Jahren schon in hiesige Klassenzimmer zu transportieren. Umweltingenieurin Elisabeth Freundl spricht über energieeffizienten Unterrichtsstoff in Theorie und Praxis. Und zwar für Schüler und Lehrer. Völlig gleich ob Schüler, Lehrer, Eltern oder Großeltern: Wer sich im Frühjahr an und in Wäldern aufhalten möchte, sollte dies mit Sinn und Verstand tun. Der gute Grund: Jede Menge zuckersüße Babys von Rehen, Rotwild, Schwarzwild, Hasen, Füchsen, Dachsen und Vögeln, die in den kommenden Wochen und Monaten erstmals das Licht der Welt erblicken werden. Dagegen einen großen Schritt in Richtung Erwachsenwerden machen die Jungs und Mädels, die für heuer oder bereits für kommendes Jahr einen Ausbildungsplatz suchen. Ideale Möglichkeiten zum Informieren bieten die Ausbildungsmessen in Weilheim und Schongau.

Viel Spaß beim Lesen

Ihr Team „tassilo“

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