Schweißtreibende Romantik im September/Oktober-„tassilo“

Märchenhafter als an diesem Dienstagmorgen in den Tag zu starten? Schier unmöglich. Gegen 4.50 Uhr steigt ein gewaltiger Feuerball über das ostseitige Ufer des Starnberger Sees, während auf der gegenüberliegenden Seite in Bernried Stockenten und Bewohner noch tiefträumend in ihren Betten liegen und schlafen. Einzig im Wohnhaus von Familie Hubl brennt schon Licht. Den Schalter im Gang betätigt hat Thomas Hubl, 46, einer der wenigen Fischer, die noch täglich hinausfahren und auf Fangglück hoffen. Wir haben den hauptberuflichen Versicherungskaufmann begleitet bei dieser schweißtreibenden Arbeit, die draußen auf dem See bei weitem nicht immer so romantisch ist wie an diesem herrlichen Dienstag. Dass ausgerechnet an diesem Tag so viele Renken wie nie zuvor im Netz zappeln? „Pures Glück“, sagt Hubl, bevor es ans Säubern, Ausnehmen, Einlagern und Verpacken der frischen Fische geht. Als schweißtreibende, aber auch pädagogisch wertvolle Arbeit ist die Schulbaumaktion in Eglfing zu bezeichnen. Dort bekommen Einschulkinder nicht nur Schultüte, sondern auch Apfel-, Birn- oder Kirschbaum in die Hand gedrückt.Davon begeistert ist sicherlich auch Pfarrer, Dekan und Bald-Bischof Axel Piper aus Weilheim. Der stolze Vater dreier Kinder ist so etwas wie der Häuptling aller Evangelischen, der sich und seine Gleichgesinnten ganz klar in der Pflicht sieht, Kirche so zeitgemäß und modern wie nur möglich zu gestalten. Thema im großen Interview auf der Roten Couch ist auch der Zölibat der Katholischen, von dem der Rundfunkprediger überhaupt nichts hält.

Komplett frei von religiösen Ansichten und Zugehörigkeiten beginnt Anfang September für viele Jugendliche der sogenannte Ernst des Lebens, der Einstieg ins Berufsleben. Passend zum Ausbildungsstart haben wir Roche-Ausbildungsleiter Dr. Andreas Gebbert interviewt, der aktuell verantwortlich ist für 300 Azubis im größten biotechnologischen Ausbildungszentrum Bayerns. Außerdem besucht haben wir die Weilheimer Berufsschule, das Berufsinformationszentrum in der Agentur für Arbeit sowie einen ehrgeizigen, frischgebackenen Hufschmied, der unter anderem von der schweißtreibenden Abschlussprüfung auf dem renommierten Gestüt Schwaiganger berichtet.

Schweißtreibende Arbeit am schönsten und romantischsten Arbeitsplatz der Welt betreiben auch die Mitarbeiter eines Handwerkbetriebes in Haunshofen. Was genau die Zimmerer in Badehose, Neoprenanzug oder Latzgummihose ausüben, hat uns Inhaber Florian Brennauer bei einer ausgiebigeren Kaffeepause bis ins Detail erklärt. Gleiches gilt für Helene „Teufels“-Engel, gebürtige Oberschwäbin, aber seit vielen Jahren in Starnberg lebend. In ihrem gemütlichen Laden direkt an der Hauptstraße fertigt sie maßgeschneiderte Tanz- und Ballettkleider aller Art. Dass es sich hierbei um äußerst hochwertiges, ja sogar einzigartiges Handwerk handelt, durfte aus erster Hand erfahren,

Ihr „tassilo“-Team

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