Tutzinger Kinonacht im Kulturtheater. BLAUE WUNDER – um 20:00 und um 21:15. Im Anschluss Publikumsgespräch mit Regisseurin Esther Wenger und Kameramann Helmfried Kober. Freier Eintritt!
Zeit
Beschreibung
Der 30-minütige Kurzfilm erzählt mit Humor vom Charakter weiblicher Unsichtbarkeit. „Blaue Wunder“ ist eine humorvolle Hommage
Beschreibung
Der 30-minütige
Kurzfilm erzählt mit Humor vom Charakter weiblicher Unsichtbarkeit. „Blaue
Wunder“ ist eine humorvolle Hommage an alle Frauen, ein amüsanter Versuch, sich
über die weibliche Sozialisation lustig zu machen
„Vom unsichtbaren Mädchen zur übersehenen älteren Frau – Eva erkennt,
dass Unsichtbarkeit die größte Freiheit sein kann.“
Der Film begleitet die Protagonistin
Eva durch vier Lebensphasen: als Kind, als junge Frau, als Ehefrau und Mutter
und heute als ältere Frau. Unzufrieden mit ihrer Erziehung, sucht die kleine
Eva nach einem Weg, unsichtbar zu werden. Unterstützt von Werbespots aus den
60er, 70er und 80er Jahren erleben wir humorvoll das vorherrschende Bild der
Frau während Evas Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter. Durch verschiedene
Szenen lernen wir auch die Männer kennen, in die sie sich verliebt. Schließlich
heiratet Eva, und nach einer kurzen Phase des Glücks ist es keine Überraschung,
dass ihr alter Wunsch, unsichtbar zu werden, wieder auftaucht. An der Kasse in
einem Supermarkt erkennt die ältere Eva plötzlich, dass sie es geschafft hat.
Sie ist von selbst unsichtbar geworden und genießt ihre neu gewonnene Freiheit.
Durch Evas Augen sehen wir, wie wundervoll es sein kann, im Alter unsichtbar zu
sein und endlich tun zu können, was man will.
Die Dreharbeiten für diesen
unterhaltsamen Kurzfilm fanden an den schönsten Orten rund um den Attersee in
Österreich statt. Dabei folgte das Team den Spuren des Malers Gustav Klimt, der
während seiner Sommeraufenthalte hier einige seiner kreativsten Perioden
verbrachte. Hauptdrehort war die historische Villa Paulick in Seewalchen am
Attersee, in der Klimt mit Emilie Flöge viele Sommer verbrachte. „Blaue Wunder“
spielt mit Klimts allegorischem Malstil und seinen zarten, unkonventionellen
Raumkompositionen.
Über ihre
Zusammenarbeit mit Helmfried Kober schreibt Esther Wenger:
Für
„Blaue Wunder“ hatte ich das Glück, mit Kameramann Helmfried Kober
zusammenzuarbeiten. In unserer gemeinsamen Arbeit und in seinen eigenen Filmen
sowie in den Filmen von Joseph Vilsmaier hat er immer wieder Bilder von
bemerkenswerter Tiefe mit seiner kreativen Vorstellungskraft geschaffen.
Gemeinsam erzielten wir einen märchenhaften und einzigartigen visuellen Stil,
der die Zuschauer in jeder Szene – sowohl visuell als auch narrativ –
begeistert.
Esther Wenger ist eine deutsche Filmemacherin, die für
ihre Arbeit als Regisseurin und Drehbuchautorin bekannt ist. Sie war an einer
Vielzahl von Projekten beteiligt, die häufig soziale Themen, persönliche
Identität und zwischenmenschliche Beziehungen behandeln. Auch wenn sie
vielleicht nicht jedem ein Begriff ist, hat Wenger innerhalb der unabhängigen
Filmszene, insbesondere in Deutschland, Anerkennung erlangt.
Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung
nötig. www.kulturtheater-tutzing.de
