Klettern fördert Kraft, Koordination und Konzentration, gibt Selbstvertrauen und baut Stress ab. In der Regel werden die ersten Schritte in der Halle gemacht. Wer dort die Basics im Schlaf beherrscht und erste Züge am echten Fels wagen möchte, hat jedoch häufig das Problem, geeignete Routen zu finden. Hans Hornauer vom Alpenverein Peißenberg hat sich deshalb auf die Suche gemacht – und mit dem Peißenberger Alpinklettergarten einen echten Geheimtipp parat. Seltenheitswert hat auch die traditionelle Fischerhochzeit in Tutzing, die in der Regel nur alle fünf Jahre stattfindet, aufgrund Corona sogar noch länger pausieren musste. Heuer ist es allerdings wieder soweit, steigt am Westufer des Starnberger Sees ein weit und breit einzigartiges Fest. Mindestens so aufgeregt wie das dafür auserwählte Brautpaar: Markus Feyerabend, bevor er im Rahmen eines internationalen Wettkampfs in den Flieger steigt. Passend zum 75. Geburtstag des Flugsportvereins Weilheim-Peißenberg durften wird den Profi zum großen Interview auf die Rote Couch bitten – und dabei tiefe Einblicke in die Formel 1 des Flugsports gewinnen, die in vielerlei Hinsicht absolut beeindruckend ist. Einzigartig ist auch das, was die rührigen Mitglieder des MSC Polling alle paar Jahre nördlich von Oderding auf die Beine stellen: Ein Seifenkisterlrennen für Alle. Das Besondere dabei: Gefahren wird ausschließlich mit den vereinseigenen Kisterl, die einst von einem Schreiner professionell und streng nach Regelwerk gebaut wurden. Technisch deutlich komplexer aufgebaut: Der neue Rennwagen von Infinity Racing. Das Rennteam der Hochschule Kempten ermöglicht Studenten, ein eigenes Auto zu entwickeln – und mit diesem aktiv im Rahmen einer internationalen Rennserie für Studenten-Teams teilzunehmen. Für unsere Region ist dieses Thema aus zwei Gründen spannend: Erstens studieren viele junge Männer und Frauen aus dem Pfaffenwinkel auf dem 5300 Quadratmeter großen Campus im Allgäu. Darüber hinaus kooperieren Hochschule und Rennteam mit hiesigen Unternehmen. Viel herumgekommen, obwohl er ungern in den Flieger steigt, ist auch ein Mann, der seinen Lebensunterhalt mit einer äußerst seltenen Handwerkskunst bestritten hat – die Rede ist von Fassmalerei. Dass damit nicht das Bemalen von Bierfässern gemeint ist, und es ein Auftrag sogar bis auf den heiligen Rasen der Münchner Allianz-Arena geschafft hat, lesen Sie ebenso in unserer Juli/August-Ausgabe wie das im Grunde unaufhaltsame Voranschreiten einer Invasiven Art, die einst aus USA importiert wurde – und nun die Existenzen heimsicher Krebse akut bedroht. Ob im Wasser, am Boden, Fels oder in der Luft – dass Sie in einer immer komplexer werdenden Welt die schönen Dinge nicht aus den Augen verlieren, wünscht an dieser Stelle von Herzen,
Ihr Team vom Tassilo

